Grußwort des Sächsischen Staatsministers für Kultus Christian Piwarz

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Singen im Chor erlebt seit einiger Zeit einen Imagewandel: weg vom Spießigen und hin zum Angesagten. Es gibt neben Chören mit einem ausgesprochen breit gefächerten Repertoire auch Flashmobs und Stadiongesänge. Auch wenn sich über deren Qualität durchaus intensiv diskutieren lässt, so zeigen sie doch das Spektrum dessen, wofür gemeinsames Singen steht: Für Lebensfreude, Spaß und Gemeinsamkeit.

Wissenschaftler belegen noch weit mehr positive Effekte des Chorsingens, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Diese reichen neben vielem anderen von Sprachförderung über Rhythmusgefühl bis hin zu einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit. Wer im Chor singt, gehört zu einem Team. Jeder darf seine Stimme einsetzen. Und alle zusammen ergeben den Klang. Singen im Chor ist zudem meistens stressfrei – für einen falschen Ton gibt es keine schlechten Noten. Im Chor ist jeder wichtig, man gehört dazu und ist Teil von etwas Besonderem.

Schulchöre haben deshalb einen festen Platz im sächsischen Schulalltag. Wir unterstreichen dies mit einer deutlich gestiegenen finanziellen Ausstattung der Ganztagsangebote und ermöglichen damit auch den quantitativen und qualitativen Ausbau von Schulchören. Die im August dieses Jahres unterschriebene Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Ganztagsangebote zwischen dem Sächsischen Musikrat e. V. und dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus öffnet dafür ein weites Tor.

Ich freue mich, dass das Symposium genau hieran anknüpft. Die Landschaft sächsischer Schulchöre wird analysiert, Entwicklungsmöglichkeiten werden besprochen und Visionen aufgezeigt. Wie so vieles andere muss auch das Singen im Chor weiter gedacht werden; das Symposium ist eine ideale Gelegenheit dafür. Lehrerinnen und Lehrer treffen auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und dem Chorgesang verbundene Menschen.

Gemeinsam wollen wir dem Interesse am Chorgesang, das in langsamen, aber sicheren Schritten auch wieder junge Leute erreicht, zielgruppenorientiert begegnen. Ich wünsche dem Symposium viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, einen großen Input für alle Beteiligten und insgesamt einen erfolgreichen Verlauf.

Christian Piwarz

Sächsischer Staatsminister für Kultus

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